CoolSculpting, Kryolipolyse, "Fett einfrieren" – die Methode trägt viele Namen, wirbt mit eindrucksvollen Ergebnissen und boomt seit Jahren. Doch was steckt wirklich dahinter?
Wie Kryolipolyse funktioniert
Fettzellen sind deutlich kälteempfindlicher als umliegendes Gewebe. Bei kontrollierten Temperaturen von etwa -6 bis -11°C sterben Fettzellen durch Kältekristallisation ab (Apoptose). Der Körper baut die toten Zellen anschließend innerhalb von 6–12 Wochen über das Lymphsystem ab. Das umgebende Gewebe bleibt dabei unversehrt.
Realistische Ergebnisse
Klinische Studien zeigen eine Fettreduktion von 20–25% in der behandelten Zone pro Sitzung. Das klingt viel – ist aber mit dem bloßen Auge oft erst nach mehreren Wochen sichtbar. Kryolipolyse ist kein Gewichtsreduktionsmittel, sondern ein Konturierungswerkzeug für lokalisierte Problemzonen.
Geeignete Körperzonen
- Bauch (oberer und unterer)
- Flanken / Liebesgriffe
- Oberschenkel innen und außen
- Kinn und Wamme (Doppelkinn)
- Oberarme
- BH-Speck
Nicht geeignet bei
Raynaud-Syndrom, Kälteurticaria, Kryoglobulinämie, Schwangerschaft, offene Wunden im Behandlungsbereich. Auch stark übergewichtige Personen profitieren kaum – die Methode richtet sich an Menschen nahe ihrem Zielgewicht mit störenden Fetttaschen.
Was eine Behandlung kostet
Je nach Gerät, Applikator und Studio: 300–700 € pro Zone und Sitzung. Mehrere Sitzungen können nötig sein. Vorsicht bei extrem günstigen Angeboten – die Qualität des Geräts (z. B. CoolSculpting Elite vs. Nachahmergeräte) macht einen erheblichen Unterschied.
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