Fadenlifting erlebt seit einigen Jahren einen regelrechten Boom im ästhetischen Bereich. Doch wie bei vielen Trendbehandlungen gibt es erhebliche Unterschiede in Technik, Haltbarkeit und Eignung.

Wie Fadenlifting funktioniert

Sterile, biokompatible Fäden aus PDO (Polydioxanon), PLLA oder PCL werden unter die Haut eingebracht. Je nach Technik liften sie Gewebe mechanisch (Hakenfäden) oder regen durch kontrollierte Entzündungsreaktion die Kollagenproduktion an (Glattfäden / Schraubenfäden).

Die wichtigsten Fadentypen

PDO-Glattfäden (Cog-Threads): Mit Häkchen versehen, die erschlafftes Gewebe anheben und fixieren. Sofort sichtbarer Lift-Effekt. Haltbarkeit: 12–18 Monate, danach Kollagenanregung noch einige Zeit spürbar.

Schrauben- und Mono-Fäden: Ohne mechanische Hakenstruktur. Regen primär Kollagen an, kein sofortiger Lift. Gut für Hauttextur und frühe Schlaffheit.

PLLA / PCL-Fäden: Längere Abbauzeit (12–24 Monate), stärkere Kollagenreaktion. Oft als "Silhouette Soft" oder ähnliche Markennamen erhältlich.

Für wen geeignet?

Fadenlifting ist am effektivsten bei beginnendem Gewebeverlust (30–55 Jahre). Bei starker Schlaffheit ("Überschuss") reichen Fäden alleine nicht – dann braucht es operative Verfahren. Als Ergänzung zu Fillern oder Botox ist Fadenlifting sinnvoll.

Risiken und Nebenwirkungen

Blutergüsse, vorübergehende Dellen oder Asymmetrien sind möglich. Bei erfahrenen Behandlern sind schwere Komplikationen selten. Schmerzen während der Behandlung werden durch lokale Betäubung minimiert.

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